Haupt-Inhalte: Unterwegs mit Bus und Bäderbahn


Linienbus der Usedomer Bäderbahn am Bahnhof Heringsdorf. Foto: UBB
Linienbus der Usedomer Bäderbahn am Bahnhof Heringsdorf. Foto: UBB

KaiserbäderCard ist eine Erfolgsgeschichte

Zehntausende nutzen die Möglichkeit, kostenfrei in den UBB-Bussen zu fahren

Kurdirektor Kaiserbäder, Thomas Heilmann

Kurdirektor Kaiserbäder, Thomas Heilmann Foto: 3KB

In wenigen Tagen, am 31. Oktober, geht die Testphase der „KaiserbäderCard“ zu Ende. Aktuell haben wir dazu zwei Protagonisten dieses Projektes um ein Zwischenresümee gebeten.

Kurdirektor Thomas Heilmann: Ich freue mich sehr, dass die Theorie auch in der Praxis funktioniert. Über 80.000 Nutzer in den ersten beiden Monaten, die von den Temperaturen fast komplette „Strandmonate” waren, nenne ich einen Erfolg. Besonders freut mich, dass auch über 2.800 Fahrten, als Mehrwert der Kaiserbäder-Card, durch die Einheimischen genutzt wurden. Ebenso finde ich es schön, dass die Mitarbeiter der ortsansässigen Unternehmen, im Rahmen ihrer kostenfreien Jahreskurkarte, den ÖPNV als Alternative entdeckt haben. Ich denke, dass die Nutzung für die Fahrten in das Hinterland, mit abnehmenden Strandwetter, noch stärker nachgefragt sein werden. Die Nutzung des Angebotes für die Fernfahrten nach Hamburg und Berlin zeigen, dass das gesamte mit der UBB abgestimmte Paket, stimmig ist. Die Mitbenutzung der „Schiene“ wäre wohl das Sahnehäubchen. Ich bleibe neugierig auf das Gesamtergebnis der Testphase und die Entscheidung der Gemeindevertretung zu einer festen der KaiserbäderCard ab 2019. Für die Monate November und Dezember werden wir versuchen das Projekt fortzusetzen.

UBB-Chef Jörgen Boße

UBB-Chef Jörgen Boße Foto: NK

UBB-Geschäftsführer Jörgen Boße:„Wir haben über 20 Jahre auf der Insel über Lösungen für eine Verbesserung der Nutzung des öffentlichen Verkehrs diskutiert. Ich freue mich, dass die Gemeinde Heringsdorf jetzt den Knoten durchschlagen hat und den Mut hatte mit uns und dem Energieministerium einen Test für die Kaiserbäder-Card auf den Weg zu bringen. Die Zahlen der ersten sechs Wochen sind überwältigend und zeigen, dass es der richtige Weg ist. Haben wir in der ersten Woche täglich rund 1.200 Fahrgäste befördert, sind wir jetzt bei täglich rund 1800 Fahrgästen, Tendenz weiter steigend. Wichtig bei der Einführung war uns, dass wir auch etwas Gutes für unsere Einheimischen machen, so wie wir dies viele Jahre auf der Schiene mit Angeboten wie dem Job-Ticket oder günstigen Zeitkarten gemacht haben. Jeder Einwohner der Kaiserbäder kann sich bei der Gemeinde eine Jahreskurkarte ausstellen lassen und damit dann auch kostenfrei die Busse der UBB nutzen. Bei den Fernlinien der UBB kann man mit der Jahreskurkarte einen Rabatt von 25 Prozent in Anspruch nehmen, was auch sehr gut ankommt. Ich hoffe, dass wir den Erfolg ausbauen können und es irgendwann doch zu einer inselweiten Lösung kommt.“

 

Fakten

  • Mit der KaiserbäderCard kann das gesamte Busstreckennetz auf der Insel Usedom, im Stadtgebiet Wolgast und zwischen Wolgast und Lubmin genutzt werden.
  • Der Bus kann im Gültigkeitszeitraum sooft genutzt werden wie man möchte.
  • In der Testphase bleibt der Preis bei 2,50 € in der Hauptsaison und für Menschen, die Anspruch auf Ermäßigung haben (Kinder ab dem 11. Lebensjahr) 1,25 € pro Tag. Kinder bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres müssen nichts bezahlen. Die KaiserbäderCard hat vom Anreise- bis einschließlich dem Abreisetag seine Gültigkeit.
  • Die „richtige“ Einführung der KaiserbäderCard ist ab 1. Januar 2019 geplant. Dies setzt die Zustimmung der Gemeindevertretung der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf voraus. Diese wiederum hängt von einer erfolgreichen Testphase ab, um zu dokumentieren, dass ein nennenswerter Mehrwert für Gäste und Einwohner erreicht worden ist. Der positive Nebeneffekt zur Reduzierung des Verkehrs auf den Straßen der Insel steht dabei besonders im Fokus.