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Brückenbauwerk

Weg- und Kanalunterführung Heringsdorf - Bansin (1996-97)

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Das bis 1996 bestehende Brückenbauwerk in Form eines dreibogigen Stahlbetongewölbes war eine im norddeutschen Raum selten angewendete Bauform, die gut auf den Standort abgestimmt war.
Auf der Insel Usedom befinden sich weitere Bogenbrücken ähnlicher Bauform, allerdings nur einbogig und als Straßenbrücken über die Eisenbahnstrecke.
Das Bauwerk wurde im Zuge des Streckenbaus Heringsdorf - Wolgaster Fähre 1909 errichtet.

1925 wurden erste Umbauten vorgenommen und 1931 horizontale Stahlanker eingebaut. Mit Inbetriebnahme der Anschlussstrecke Zinnowitz - Peenemünde für die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde und die daraus resultierenden zahlreicheren Transporte traten bereits 1941 erste Schäden an Brückenbauwerken auf. Weiterhin trug eine spätere fortgesetzte Vernachlässigung des Zustandes des Brückenbauwerkes (insbesondere der Abdichtung und der Brückenentwässerung) dazu bei, dass für 1996 eine endgültige Frist für die Außerbetriebnahme gesetzt wurde. Deshalb war ein Ersatzneubau unumgänglich, um den Eisenbahnverkehr auf der Insel Usedom langfristig aufrechterhalten zu können.

     
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1996 kam es zum Abbruch der alten Brücke. Als neues Brückenbauwerk wurde eine Einfeld-Balken-Brücke ausge-wählt, wodurch sich die Brückengesamtlänge verringerte. Die neuen Widerlager wurden im Bereich der ursprüng-lichen Wege angeordnet. Die Wege wurden vor die neuen Widerlager verschwenkt. Aus dieser Anordnung ergibt sich eine Stützweite von 30 m.
     
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Der Überbau wurde aus Spannbeton hergestellt und auf einem Lehrgerüst an Ort und Stelle errichtet. Die Unterbauten aus Stahlbeton erhielten eine Flachgründung.
Auf der Nordseite wurde zusätzlich eine Stützwand erforderlich, um den Fahrweg in erforderlicher Breite vor der Brücke vorbeizuführen. Gestalterische Details erinnern an das alte Brückenbauwerk.

     

2001 wurde die Fußwegunterquerung der Eisenbahn zwischen Bansin und Seebad Heringsdorf neu errichtet. Der neue Überbau wurde in zwei Teilen außerhalb des Streckenplanums aus Stahlbeton hergestellt.

Nachdem der neuhergestellte Überbau über provisorische Schienen seitlich in die endgültige Lage geschoben war, konnte der Überbau mit Gleisen erfolgen.

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