Historische Eisenbahnen |
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Ab 1869 beschaffte die Berlin-Stettiner Eisenbahn
von den Herstellern Vulcan (Stettin) und Wöhlert (Berlin)
ihre Einheitslokomotiven der Bauarten 1’A1’n2 (für
Schnellzüge), 1’Bn2 (Personenzüge), Cn2 (Güterzüge)
und B1’n2 (leichte Strecken-
und Rangierdienste). |
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Vor Schnell- und Eilzügen von Berlin kamen Lokomotiven der in Stettin Hbf, Pasewalk oder aber Berlin-Gesundbrunnen stationierte Baureihen 17 und 38 nach Heringsdorf bzw. Swinemünde. 01er und 03er sah man hier nur selten. 1938 bzw. 1941 kamen zwei Güterzuglokomotiven der Baureihe
56 nach Swinemünde sowie 1943 vier fabrikneue Übergangs-Kriegslokomotiven
der BR 52. Weitere Dieselloks folgten, so auch vier Wehrmachts-Dieselloks WR 360 C14. Hiervon verblieben zwei auf der Werkbahn, zu deren Bestand ab 1941 auch zwei vierachsige Elektrolokomotiven gehörten. Neben Spezialtankwagen für den Transport von flüssigem Sauerstoff zu den Raketenstartrampen sowie Plattformwagen zur Montage von mobilen Startrampen besaß die H.V.P. auch “normale” Güterwagen, wie Flachwagen für Baustoffe oder aber gedeckte Waggons für den Stückgutverkehr Zinnowitz - Peenemünde. Ab 1940 versahen Akku-Triebzüge
den Werkspersonenverkehr, wobei sie 1941/42 bis Ückeritz
bzw. Wolgaster Fähre gelangten. Sie blieben im Dienst, als
bereits der elektrische Zugbetrieb Peenemünde - Zinnowitz
eingeführte worden war (April 1943) und hier fortan die Berliner
S-Bahn ähnelnden Triebzüge - natürlich mit Dachstromabnehmern
- zu den Hauptverkehrszeiten im Takt fuhren. Bis Sommer 1943 standen
15 (16) jeweils zweiteilige Triebzüge bereit. 1944/45 stellte die RBD Danzig die 74 025 und die RBD Stettin die 74 274 (Bw Swinemünde) dazu ab. Den übrigen Militärverkehr übernahmen in der Regel Loks der Kriegsbaureihe 52. Die in den Rückzugswirren der letzten Kriegstage auf Usedom verbliebenen 25 Lokomotiven und 471 Güterwagen waren hier nach der Sprengung der Brücke vom Festland abgeschnitten. Als Reparationsleistung an die UdSSR wurden sie nach und nach abgefahren. Die Elektrotriebzüge der einstigen Peenemünder Werksbahn (drei waren mit der V-Waffen- Produktion nach Thüringen ausgelagert worden) wurden in die UdSSR überführt. |
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Im März 1950 kam eine geliehene Dampflok 91 402 zum Einsatz. Bekannt ist auch ein militärisch begründeter Verkehr, wofür eine Kleinlok bereitstand. Für den Zivilverkehr stand ab 1947 im Bw Seebad Heringsdorf für fast zwei Jahrzehnte mit bis zu zwölf Exemplaren die Schlepptenderlok der Baureihe 56 zur Verfügung. Ab 1948 standen außerdem zwei 91er bereit (eine weitere 91er bis 1953 für Peenemünde). |
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Zwischen Zinnowitz und Peenemünde, wo die DR den Reiseverkehr zum Jahresende 1951 übernommen hatte, fuhren ab 1953 auch Triebwagen. So wurden auf Usedom stationiert: VT 135 033, 039 und 063 (150 PS, MAN 1953/36), VB 140 239, 336,394, 525 und 603 (Versch. Hersteller) sowie VB 027, 049, 052 und 055 (Wumag und Talbot). |
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Die kohlebeheizten Beiwagen verblieben auf Usedom und wurden fortan von Diesellokomotiven der Baureihe V 36, ab 1971/72 von der Baureihe 102 gezogen. Die bunten Garnituren verkehrten bis 1976 - neben der weiterhin vorherrschenden Dampftraktion mit unterschiedlichen Personenwagen der Einheits- und auch noch Länderbauarten. 1965 waren die Nebenbahn- Tenderlokomotiven
64 209 und 211 nach Usedom gekommen, um betagte 56er abzulösen. Im März 1966 traf die 86 360 auf Usedom ein, im Mai 1966 gefolgt von 86 030, 119 und 563. Sie sollten bis zum Traktionswechsel (1974) beim Bw Seebad Heringsdorf bleiben. |
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Weitere 86er folgten. Auf Usedom hatten sie
ein besonderes Merkmal: Die selbstgebauten Witte-
Windleitbleche. Solche trug auch, als einzige ihrer Bauart
und beschriftet mit “Lok-Brigade Fritz Reuter”,
die hier bis 1966 stationierte 56 765. |
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Spezielle Aufgabe der 106 632 war der Rangierdienst in Wolgaster Fähre. 1980 war nur noch die Baureihe 110 auf Usedom verblieben. Im kleinen Heringsdorfer Bahnbetriebswerk wurden an den Lokomotiven auch Achs- und Motorwechsel vorgenommen, womit man das aufwendige Überführen zum Festland ersparte. |
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